Bremer Klimaaktivistin Carla Hinrichs angeklagt

Carla Hinrichs, Sprecherin der "Letzten Generation"

Anklage gegen Bremer Klimaaktivistin Carla Hinrichs erhoben

Bild: dpa | Bernd von Jutrczenka

Die Staatsanwaltschaft München hat Hinrichs und vier weitere Mitglieder der ehemaligen Letzten Generation angeklagt. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, die auf das Begehen von Straftaten gerichtet gewesen sei.

Eine entsprechende Mitteilung der Gruppe selbst wurde der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage von der Generalstaatsanwaltschaft München bestätigt. Zu den konkreten Vorwürfen in der Anklage äußerte sich eine Sprecherin nicht. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet nun das Landgericht München I. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Die Bremerin Hinrichs war die ehemalige Sprecherin der Gruppe. Nach der Erhebung der Anklage wurde sie in einer Mitteilung der Gruppe zitiert: "Was tut man, wenn alles auf dem Spiel steht? Man tut sich zusammen und versucht, Alarm zu schlagen!" Dafür werde man nun angeklagt.

Bundesweite Razzia sorgte für Aufsehen

Die bundesweite Razzia der Ermittler in diesem Fall löste im Mai 2023 sowohl scharfe Kritik als auch gerichtliche Auseinandersetzungen aus. Damals hatten 170 Polizisten 15 Objekte in sieben Ländern durchsucht. Auch die Internetseite der Gruppe wurde vorübergehend abgeschaltet.

Bayerische Ermittler hatten auch einen Telefonanschluss der Gruppe abgehört, der unter anderem als Pressekontakt genutzt worden war – was wiederum Kritik unter anderem von Journalistenverbänden hervorgerufen hatte. Gerichte in München beurteilten die Razzia und die Abhöraktion aber letztlich als weitgehend rechtmäßig.

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Quelle: dpa.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 24. März 2025, 13 Uhr