Infografik
Benzinpreis-Sprung in Bremen? Das sind die Gründe
Wer derzeit tankt, muss mehr zahlen als im Dezember. Auch in Bremen haben die Benzinpreise im Januar angezogen. Die Gründe erklären wir hier.
Neues Jahr, höhere Benzinpreise. Auch 2025 spüren das viele Bremer Autofahrerinnen und Autofahrer im Portemonnaie. Doch warum steigen die Benzinpreise eigentlich gerade zu Jahresbeginn immer wieder? Es gibt verschiedene Faktoren, die dafür eine Rolle spielen (siehe Grafik).
So setzt sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammen
So spielen zunächst die Rohölpreise eine wichtige Rolle. Der Preis pro Barrel (159-Liter-Fass) Öl stieg zuletzt von knapp 75 US-Dollar Ende Dezember auf rund 80 US-Dollar Mitte Januar. Diese Einkaufspreise wirken sich verzögert auf die Benzinpreise aus. Wenn sie sich niederschlagen, kann dies die Preise um viele Cent pro Liter nach oben schrauben oder sinken lassen. Auch Veränderungen des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar können bedeutsam sein, denn Rohöl wird in US-Dollar gehandelt.
Ein weiterer wichtiger Grund für steigende Benzinkosten ist der kontinuierliche Anstieg der CO2-Bepreisung. Diese wirkt sich, stets zum Jahresbeginn, auch auf fossile Energieträger wie Benzin aus. 2024 lag sie bei 45 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid. Seit 2025 liegt sie bei 55 Euro je Tonne. Das entspricht Mehrkosten von rund drei Cent pro Liter Benzin im Vergleich zum Vorjahr. Ab 2026 soll sich der Preis durch die Versteigerung von begrenzt verfügbaren CO2-Zertifikaten bilden. Dann läuft es auf einen Korridor zwischen 55 bis 65 Euro je Tonne hinaus.
Viele Preiskomponenten bleiben konstant
Konstant bleiben hingegen die Steuern und Abgaben. Wobei die Steuersätze auf Energieerzeugnisse als absoluter Betrag berechnet werden. Bei Benzin sind das derzeit 65,45 Cent pro Liter, bei Diesel 47,04 Cent pro Liter. Die Umsatz- oder Mehrwertsteuer erhöht die Netto-Benzinkosten, inklusive der Energiesteuern, hingegen zusätzlich um 19 Prozent.
Nicht zuletzt spielen auch die Raffinerie- und Vertriebskosten eine Rolle. Sie sind aber vergleichsweise stabil. Zuletzt fließen auch kleinere Abgaben in den Benzinpreis ein, zum Beispiel die so genannte Erdölbevorratungsabgabe. Sie stellt seit den 1970er Jahren die Krisenversorgung sicher, fällt mit 0,27 Cent pro Liter Benzin aber kaum ins Gewicht.
Quelle: buten un binnen.