Wieder ein Schiffsunfall: Ersatz-Huntebrücke "erheblich beschädigt"

Schon wieder Schiffsunfall: Nun auch Hilfsbrücke über Hunte beschädigt

Bild: Nonstopnews

Der Bahnverkehr zwischen Bremen und Nordenham steht still. Zwei Personen wurden verletzt. Erst im Februar hatte es einen ähnlichen Unfall gegeben.

Die provisorische Eisenbahnbrücke über die Hunte bei Elsfleth ist bei einer Kollision beschädigt worden. Das hat ein Sprecher der Deutschen Bahn buten un binnen bestätigt. Aktuell können dort keine Züge mehr fahren. Betroffen davon ist unter anderem die RS4 der Nordwestbahn zwischen Bremen und Nordenham.

Die Brücke ist erheblich beschädigt. Das ist sehr schade, weil wir erst seit ein paar Wochen eine neue Ersatzbrücke haben.

Bernd Napierala, Wasserschutzpolizei Brake

Laut Polizei wurden der Schiffsführer und ein weiteres Besatzungsmitglied bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Das Brückenhaus des Tankmotorschiffes sei fast komplett abgerissen worden. Das 85 Meter lange Schiff hatte laut Polizei 3.000 Tonnen Bio-Diesel geladen. Nach ersten Erkenntnissen wurde die Brücke laut Polizei schwer beschädigt.

Brücke wurde erst Ende April eröffnet

Laut einem Bahn-Sprecher sind Sachverständige derzeit damit beschäftigt, die Brücke zu begutachten. Dann soll sich entscheiden, ob die Brücke überhaupt noch befahrbar ist. Die provisorische Brücke war erst Ende April eröffnet worden, nachdem die eigentliche Eisenbahnbrücke über die Hunte Ende Februar von einem Schiff gerammt und irreparabel beschädigt worden war.

Die Ersatzbrücke ist im Gegensatz zum ursprünglichen Bauwerk nicht drehbar – und deshalb nur bei bestimmten Pegelständen passierbar. "Es gibt Brückenpegel, die anzeigen, wie groß die Durchfahrtshöhe ist", erklärte Bernd Napierala, Leiter der Wasserschutzpolizei Brake. Der Wasserstand ändere sich zwar minütlich. "Man hat aber immer die Möglichkeit, vor der Brücke anzulegen und den Wasserstand abzuwarten."

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Juli 2024, 19:30 Uhr