Nordderby: Werder-Trainer Horsch verrät, warum er zuversichtlich ist

Werder-Frauen vor dem Pokal-Halbfinale im Hamburger Volksparkstadion

Bild: Radio Bremen

57.000 Fans verfolgen das Pokalhalbfinale am Sonntag im Volkspark. Die Nachfrage ist riesig – bei Hamburgern wie bei Bremern. Mindestens 8.000 Werder-Anhänger werden erwartet.

Das Spiel zwischen dem HSV und seiner Mannschaft im ausverkauften Volksparkstadion betrachtet Werder-Trainer Thomas Horsch als Werbung für den Frauen-Fußball. Die erwartete Menge an Gäste-Fans löst bei dem 56-Jährigen positive Gefühle aus. "Das Fanaufkommen bei Auswärtsspielen hat sich echt gesteigert", resümiert er die zurückliegenden vier Jahre.

"Es ist für jeden Sportler und für jeden Trainer schön, vor so einer Riesenkulisse dabei zu sein", erklärt Horsch am Freitag, zwei Tage vor dem Duell mit dem Zweitligisten. Angst davor, dass seine Spielerinnen dieser Kulisse nicht gewachsen sein könnten, hat er nicht: "Ich weiß, dass wir damit umgehen können."

Wir kennen diese Atmosphäre und wissen, dass wir uns aufs Sportliche konzentrieren müssen.

Thomas Horsch vor dem Pokalspiel beim HSV

Horsch erläutert: "Was mich zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass wir Spiele in großen Stadien vor großer Kulisse schon mehrfach absolviert haben: Wir haben vor nicht allzu langer Zeit vor fast 40.000 in Köln gespielt, haben dreimal vor jeweils 20.000 im Weser-Stadion gespielt."

"Wir wissen, dass es ein Entscheidungsspiel ist und wir wissen, dass einer ins Finale einzieht", sagt Horsch. "Ich persönlich habe es einmal als Co-Trainer der Männer fast geschafft", erklärt der heutige Frauen-Trainer und betont: "Ich will unbedingt ins Finale."

Besonderes Spiel für Larissa Mühlhaus

In Sachen Personalien kann Horsch zwei gute Nachrichten verkünden. So werden Saskia Matheis und Torhüterin Livia Peng am Sonntagnachmittag wieder zur Verfügung stehen: "Livia geht es wunderbar, sie trainiert wieder voll mit und wird zwischen den Pfosten stehen."

Besondere Vorfreude auf das Spiel herrscht bei Werders Angreiferin Larissa Mühlhaus. Die gebürtige Hamburgerin war schon als Kind Fan des HSV und spielte zwischen 2017 und 2024 für die Rothosen. 2024 wechselte sie dann als Torschützenkönigin der 2. Bundesliga nach Bremen.

Obwohl für Mühlhaus mit dem Spiel im Volksparkstadion ein lang gehegter Traum in Erfüllung geht, beschreibt Horsch die 22-Jährige vor dem Spiel als "fokussiert und trotzdem locker". Bedenken hat Horsch entsprechend nicht, seine Stürmerin mit HSV-DNA spielen zu lassen: "Ich weiß, dass sie da hundertprozentig professionell ist und mit ihrer Mannschaft den nächsten Schritt machen möchte."

Emilia Angelika Hirche und Larissa Mühlhaus vor Volksparkstadion-Kulisse, dazu die Logos des HSV und Werder Bremen (Montage)

Das packende Pokal-Halbfinale HSV gegen Werder zum Nachhören

Bild: Imago/dpa | Bildbyran/Lobeca/foto2press

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 21. März 2025, 18:06 Uhr