Stadtbürgerschaft fordert mehr Deutschunterricht an Bremer Schulen
Stadtbürgerschaft fordert mehr Deutschunterricht an Bremer Schulen
Ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion ist am Donnerstagmittag einstimmig an die Bildungsdeputation überwiesen worden. Diese soll weiter über das Thema beraten.
Die Christdemokraten fordern eine Stunde Deutschunterricht mehr pro Woche an Grundschulen in Bremen und Bremerhaven. "Wir brauchen eine bildungspolitische Trendwende, die bei Verbesserungen der Basiskompetenzen ansetzt", sagte CDU-Bildungspolitikerin Yvonne Averwerser. Die Christdemokratin hatte den Antrag gestellt.
Deutschunterricht ist für sie dabei das wichtigste. "Die Zahlen sind alarmierend: 40 Prozent der Bremer und sogar über 50 Prozent der Bremerhavener Grundschulkinder starten mit erheblichen Sprachdefiziten in ihre Schullaufbahn", sagte Averwerser. Deswegen müsse der Senat jetzt die Grundschulverordnung anpassen.
Bildungsdeputation soll sich Details angucken
Die rot-grün-rote Regierungskoalition findet das im Prinzip richtig. Sie will aber über die Details noch diskutieren, weil dafür dann anderer Unterricht wegfallen müsste. "Was soll denn dafür weggelassen werden?", fragte Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD). Gerade musische und bewegungsorientierte Fächer seien für den Spracherwerb total wichtig. Auch der Sachunterricht könne nicht wegfallen.
Deswegen sei es wichtig, dass man sich das ganze Thema noch einmal in der Deputation angucke. Man brauche eine Gesamtstrategie, so Aulepp. Die Bildungssenatorin freute sich aber, dass sich die Bürgerschaftsfraktionen und der Senat im Ziel einig sind.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. Februar 2025, 14 Uhr