Pokal-Aus in Bielefeld – Werder blamiert sich beim Drittligisten
Werder fliegt aus dem Pokal: Bremens Bielefeld-Blamage im Video
Im Viertelfinale ist Endstation auf Werders Pokal-Reise: Mit einer 1:2 (0:2)-Niederlage scheiden die Bremer nach einer teils desolaten Leistung gegen die Arminia aus.
Werder Bremen hat auch im Pokal-Viertelfinale bei Arminia Bielefeld nicht aus seiner Formkrise herausgefunden. Das Bundesliga-Team von Trainer Ole Werner verlor am Dienstag gegen den Drittligisten mit 1:2 und schied aus dem Wettbewerb aus. Bielefeld steht nach 2004/2005, 2005/2006 und 2014/2015 nun zum vierten Mal im Halbfinale.
Die Arminia nutzte Werders Verunsicherung nach nur einem Sieg im Jahr 2025 aus und ging nach einem spektakulären Distanzschuss von Marius Wörl mit 1:0 in Führung (35. Minute). Werders Julian Malatini hatte das Gegentor mitverschuldet. Nur sechs Minuten später stand der junge Argentinier erneut als Unglücksrabe der Bremer im Mittelpunkt – und verschuldete per Eigentor den 0:2-Rückstand.
Ducksch muss verletzt früh raus
Dass nach einer halben Stunde Stürmer Marvin Ducksch den Platz verletzt verlassen musste, machte es für Werder an diesem trüben Pokal-Abend nicht besser.
Oliver Burke gelang in der 56. Minute zwar der 1:2-Anschlusstreffer für die Bremer, doch die Bielefelder blieben weiter heiß auf die nächste Pokal-Sensation und machten Werder das Leben bis zur letzten Minute schwer. Ein Lattentreffer noch von Amos Pieper in der Nachspielzeit, mehr kam von Werder nicht mehr.
Manchmal ist Fußball nicht zu erklären. Manchmal läuft's und manchmal läuft es scheiße. Und bei uns läuft
Werder-Kapitän Niklas Stark
es zurzeit scheiße.
Werder-Trainer Werner zum Pokal-Aus: "Reaktion kam zu spät"
Zunächst keine echten Torchancen für Werder

"Der Gegner wird uns alles abverlangen", hatte Werder-Coach Werner vor der Partie gesagt. Und er sollte von der ersten Minute an Recht bekommen. Die Arminia präsentierte sich giftig in den Zweikämpfen und taktisch hervorragend eingestellt. Bei längerem Bremer Ballbesitz machten die Bielefelder die Räume rund um den eigenen Strafraum geschickt eng.
Bei Ballverlusten in der Werder-Hälfte gingen sie aber auch immer wieder ins Gegenpressing und unterbanden so schnelle Konter. Der Favorit aus dem Norden hatte optisch in der Anfangsphase zwar etwas mehr vom Spiel. Echte Torchancen erspielten sich die Bremer, aber nicht.
Malatini zwei Mal unglücklich
Dafür wurde die Arminia offensiver. Verteidiger Joel Felix platzierte einen Kopfball nach einer kurz ausgeführten Ecke nicht genau genug. Kurz darauf machte es Wörl besser. Der 20-Jährige nahm Malatini den Ball am Bremer Strafraum ab und knallte das Spielgerät aus halblinker Position in die lange Ecke. Die Alm tobte. Und die Arminia machte weiter.
Bremens Torwart Michael Zetterer verhinderte bei einem Freistoß von Stefano Russo mit einer Glanztat noch das 0:2, war kurz darauf aber machtlos: Malatini beförderte eine Flanke von der rechten Seite mit dem Schienbein ins eigene Tor.
Bielefeld mit weiterer Millionen-Prämie

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bremen den Druck. Zunächst scheiterte Justin Njinmah noch frei an Arminia-Keeper Jonas Kersken, dann sorgte der eingewechselte Burke mit seinem Anschlusstreffer nach einem Bielefelder Fehler im Spielaufbau für Hoffnung bei den mitgereisten Werder-Fans. Die Partie war nun völlig offen. Bremen drängte auf den Ausgleich.
Die Bielefelder schalteten immer wieder schnell um und vergaben teils große Konterchancen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit mussten sie noch einmal tief durchatmen, als der ehemalige Armine Amos Pieper nur die Latte traf. Am Ende war es ihnen egal: Durch den Halbfinaleinzug dürfen sich die Bielefelder, die zuvor unter anderem schon Union Berlin und den SC Freiburg besiegt hatten, über eine zusätzliche Prämie von rund 3,35 Millionen Euro freuen.
Werder-Coach Werner vor dem Pokal-Duell gegen Bielefeld: "Vollgas nach vorne"
Quellen: buten un binnen und dpa.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. Februar 2025, 23 Uhr