Walfleisch-Schmuggel: Zoll erwischt Kreuzfahrttouristen in Bremerhaven

In Bremerhaven untersucht der Zoll mit Hilfe eines Hundes Koffer.
Bild: dpa | Mohssen Assanimoghaddam

Der Zoll findet am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven immer wieder Walfleisch im Gepäck von Reisenden aus Norwegen. Vielen ist nicht bewusst, dass sie sich strafbar machen.

Zuletzt hatte der Zoll am Sonntag zwei Reisende gestellt, die 150 beziehungsweise 50 Gramm Walfleisch im Gepäck hatten. Wenn Reisende Produkte aus Walfleisch in die EU einführen, verstoßen sie laut Zoll gegen die Artenschutzbestimmungen.

"Gegen die Reisenden werden noch vor Ort Strafverfahren eingeleitet und das Walfleisch beschlagnahmt", sagt Volker von Maurich, Pressesprecher des Hauptzollamts Bremen. Obwohl es sich um geringe Mengen handle, kämen die Reisenden nicht mit einer Verwarnung davon. Es drohen laut Bundesamt für Naturschutz Geldstrafen von mehreren hundert Euro.

Auf einem Gepäckband liegt ein Bärenfell mit Kopf.

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Ob Bärenfell, Elfenbeinstatue oder Koralle – diese Mitbringsel sind so extravagant wie verboten. Der Bremer Zoll hat in der Ferienzeit alle Hände voll zu tun.

Quelle: Radio Bremen

Das mitgeführte Walfleisch stammt laut von Maurich im Regelfall vom Zwergwal, der wie alle Wale zu den vom Aussterben bedrohten Arten gehört. "Der Zwergwal, auch Minkwal genannt, ist in der Europäischen Union streng geschützt. In Norwegen jedoch wird der Wal innerhalb vorgegebener Quoten gejagt und sein Fleisch dort legal zum Verkauf angeboten", erläutert von Maurich.

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 4. April 2025, 10:10 Uhr