Strafmündigkeit für Kinder schon ab 12 Jahren? Mäurer ist dagegen

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer, Vorsitzender der Innenministerkonferenz sitzt vor Mikrofonen

Mäurer will Alter für Strafmündigkeit nicht senken

Bild: dpa | Sina Schuldt

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, das Strafmündigkeitsalter von 14 auf 12 Jahre zu senken. Bremens Innensenator ist dagegen.

Die Gewalt unter Kinder und Jugendlichen steigt laut Polizeistatistik. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz Ulrich Mäurer (SPD) sagte jedoch, das Problem könne mit polizeilichen Maßnahmen nicht effektiv angegangen werden.

Er sei sehr zurückhaltend, das Alter für die Strafmündigkeit zu senken, sagte Mäurer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Problem steigender Gewalt bei Minderjährigen könne mit polizeilichen Maßnahmen kaum gelöst werden. Denn: laut der Statistik des Bundeskriminalamtes handele es sich um Spätfolgen der Corona-Zeit mit ihren Kontaktbeschränkungen.

Anstieg bei Gewalttaten, Rückgang bei Straftaten allgemein

Wenn das stimme, dann müsse darauf mit pädagogischen Maßnahmen reagiert werden, so Mäurer. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik ging die Zahl der Straftaten von Kindern und Jugendlichen im Allgemeinen zwar zurück. Bei Gewalttaten gab es bei Kindern jedoch einen Anstieg um elf Prozent und bei Jugendlichen um vier Prozent. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, das Strafmündigkeitsalter von 14 auf 12 Jahre zu senken.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 3. April 2025, 11 Uhr